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ddt.4.c  Die Lohnabrechnung

ddt.4.c.1.  

Ist der Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer am Ende jedes Monats eine genaue und detaillierte Lohnabrechnung vorzulegen?

Ja.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer am Ende jedes Monats zusammen mit der letzten Lohnzahlung eine genaue und detaillierte Lohnabrechnung vorzulegen.

Die Abrechnung muss Folgendes enthalten:

  • die Methode zur Berechnung des Lohns oder der Leistungen;
  • den Arbeitszeitraum und die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden, die der gezahlten Vergütung entsprechen;
  • den Vergütungssatz der geleisteten Stunden;
  • sowie alle anderen Geld- oder Sachleistungen.

Bei Kündigung des Arbeitsvertrags muss die Abrechnung vorgelegt und der noch ausstehende Lohn oder die ausstehenden Leistungen müssen spätestens binnen 5 Tagen nach Ablauf des Arbeitsvertrags gezahlt werden.

 

Zu beachten

Die Vorlage einer monatlichen Abrechnung wird nicht für Hofangestellte und Hausangestellte, die nicht in Vollzeit beschäftigt sind, verlangt.

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ddt.4.c.2.  

Ist der Arbeitgeber verpflichtet dem Arbeitnehmer die monatliche Abrechnung seines Lohnes zuzusenden oder kann er verlangen, dass der Arbeitnehmer seine Lohnabrechnung abholt?

Das Arbeitsgesetzbuch sieht weder eine besondere Formvorschrift (im Gegensatz zu den ausdrücklichen Vorschriften für andere Dokumente wie z.B. für den Ausgleich aller Ansprüche nach Artikel L.125-5 des Arbeitsgesetzbuchs) noch eine spezielle Übermittlungsform der Lohnabrechnung vor.

Aus der Tatsache, dass das Arbeitsgesetzbuch nichts bezüglich der Lohnabrechnung aber explizite Formvorschriften für andere Dokumente vorsieht, kann geschlussfolgert werden, dass die Form und die Art der Übermittlung der Lohnabrechnung frei sind, sofern der Zweck der Übergabe erfüllt ist.

Der Sinn und Zweck der Vorschrift des Artikels L.127-5 Absatz 1 des Arbeitsgesetzbuchs ist es den Arbeitnehmer so vollständig wie möglich über die Zusammenstellung und die Abrechnung seines Lohnes zu informieren.

Im Rahmen dieser Informationspflicht ist der Arbeitgeber folglich dazu angehalten dem Arbeitnehmer – außer bei explizit im Arbeitsgesetzbuch genannten Ausnahmen – einen genauen und detaillierten Beleg der Berechnungsmethode seines Lohnes (die « Lohnabrechnung ») auszustellen.

Demnach ist der Zweck einer Lohnabrechnung den Arbeitnehmer über die Berechnungsmethode seines Lohnes aufzuklären indem insbesondere der Arbeitszeitraum und die Gesamtzahl der Arbeitsstunden (dem gezahlten Lohn entsprechend), der Lohnsatz der geleisteten Arbeitsstunden, die Anzahl an bezahlten Überstunden, die Anzahl an geleisteten Arbeitsstunden an Sonntagen, Feiertagen oder für Nachtarbeit, sowie alle anderen Bezüge in Form von Geld- oder Sachleistungen aufgelistet werden.

Daher erfüllt die Lohnabrechnung ihren Informationszweck, egal ob sie dem Arbeitnehmer per Post oder per E-Mail zugestellt wird. Falls der Arbeitnehmer seinen Lohn bei seinem Arbeitgeber abholen muss, hat er ebenfalls die Möglichkeit seinen Lohn zu überprüfen und daher wird sein Informationsrecht bezüglich der Berechnung seines Lohnes dadurch nicht eingeschränkt.

Die Rechtsprechung hat den Informationszweck nach Artikel L.127-5, Absatz 1 des Arbeitsgesetzbuches bestätigt, nach dem die Lohnabrechnung es dem Arbeitnehmer ermöglichen soll, zu „überprüfen ob der bezogene Lohn auch dem entspricht, was ihm tatsächlich zusteht“.  (Jugement du tribunal du travail du 16 juin 2008 n°1398/08).

Als Fazit ist festzuhalten, dass es als vollkommen zulässig erscheint, dass die Lohnabrechnung per Post oder sogar persönlich übergeben wird, da das Arbeitsgesetzbuch neben der Pflicht des Arbeitgebers dem Arbeitnehmer einen genauen und detaillierten Beleg der Berechnungsmethode seines Lohnes zu übergeben, keine weiteren Angaben zur Zustellungsform, die bei der Übergabe einer solchen Abrechnung angewendet werden muss, vorsieht.

Ferner ist eine solche Zustellungsform mit dem Zweck der Übergabe einer Lohnabrechnung an den Arbeitnehmer (d.h. es ihm zu ermöglichen zu überprüfen, ob der vom Arbeitgeber gezahlte Lohn auch tatsächlich der in diesem Monat geleisteten Arbeit entspricht) vereinbar. 

Es spricht auch nichts dagegen, dass die Lohnabrechnung dem Arbeitnehmer am Sitz des Arbeitgebers zur Verfügung gestellt wird und der Arbeitnehmer sich demnach dorthin bewegen muss um Zugang zur Lohnabrechnung zu erhalten. Es ist allerdings wichtig den Arbeitnehmer darüber zu informieren, dass seine Lohnabrechnung ihm zur Verfügung steht und den Ort der Abholung genau anzugeben. Je nach den Besonderheiten eines jeden Arbeitgebers ist eine Übermittelungsform wahrscheinlich geeigneter als eine andere.

Es ist in jedem Fall wichtig, dass der Arbeitgeber einen Beweis der Übergabe der Lohnabrechnung hat, da er nach Artikel L.125-7 des Arbeitsgesetzbuches belegen muss, dass er diese Verpflichtung erfüllt hat.

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Letzte Aktualisierung : 22. August 2018 12:47:44 MESZ